Case Study

FinTech & Payment Infrastructure Investment

Strategische Beteiligung an einer regulierten europäischen Payment-Infrastruktur zur Erweiterung der Zahlungsoptionen, Reduktion von Bankenabhängigkeiten und stärkeren operativen Kontrolle über wiederkehrende Zahlungsströme.

Projektumfang

  • Scope: DACH, Frankreich und Spanien mit weiteren Partner- und Strukturbezügen in Luxemburg, Litauen, Malta und Polen
  • Transaktionsvolumen: ca. 90.000 monatliche Zahlungstransaktionen
  • Zahlungsarten: Kreditkarte, SEPA Direct Debit, wiederkehrende Zahlungen und Abo-Modelle
  • Banking-Struktur: mehrere Bankverbindungen, Kontenstrukturen, PSPs, FinTechs, Neobanken und Vollbankinstitute
  • Beteiligung: strategische Minderheitsbeteiligung an einem regulierten europäischen Zahlungsinstitut
  • Fokus: FinTech, Payment Infrastructure, Corporate Finance, Due Diligence, regulatorische Einordnung, Vertragsstruktur, Closing und operative Integration

Ausgangslage

Innerhalb der Unternehmensgruppe bestand ein komplexes PSP-Setup mit hohem Anteil wiederkehrender Zahlungstransaktionen. Das Geschäftsmodell basierte wesentlich auf Kreditkartenzahlungen, SEPA-Lastschriften, Abo-Modellen und grenzüberschreitenden Zahlungsflüssen.

Die bestehende Zahlungsinfrastruktur war stark von verschiedenen Banken, PSPs und Kontenstrukturen abhängig. Gleichzeitig sollte die strategische Kontrolle über Zahlungsabwicklung, Bankenanbindung, Transaktionsprozesse und operative Zahlungsfähigkeit gestärkt werden.

Vor diesem Hintergrund wurde eine Beteiligung an einem regulierten europäischen Zahlungsinstitut als strategische Investition identifiziert. Ziel war nicht nur eine Finanzbeteiligung, sondern der Ausbau der eigenen Payment-Infrastruktur und die stärkere Einbindung regulierter Zahlungsdienstleistungen in das bestehende PSP-Setup.

Komplexität

Die zentrale Herausforderung lag in der Kombination aus Corporate-Finance-Strukturierung, reguliertem Finanzdienstleistungsumfeld und operativer Payment-Integration.

Besonders anspruchsvoll waren die Bewertung und Strukturierung einer Beteiligung an einem regulierten europäischen Zahlungsinstitut, die Prüfung regulatorischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie die Abstimmung individueller vertraglicher Regelungen neben der eigentlichen Beteiligung.

Zusätzlich mussten bestehende PSP-, Banking- und Zahlungsstrukturen berücksichtigt werden. Dazu gehörten mehrere Märkte, Bankverbindungen, Zahlungswege, operative Abwicklungsprozesse und die strategische Einbindung in eine bestehende Zahlungsinfrastruktur mit hohem Transaktionsvolumen.

Umsetzung

Das Projekt wurde als strategisches Investment- und Infrastrukturprojekt umgesetzt. Im Mittelpunkt stand nicht nur der Erwerb einer Beteiligung, sondern die Einbindung regulierter Payment-Infrastruktur in die bestehende Unternehmens- und PSP-Struktur.

Dazu wurden wirtschaftliche, regulatorische und operative Anforderungen geprüft, Entscheidungsgrundlagen aufbereitet und die Beteiligungsstruktur gemeinsam mit Management, Legal, Notariat und Investorenseite weiterentwickelt.

Parallel wurden die operativen Implikationen analysiert: bestehende Zahlungsflüsse, Bankenanbindungen, Kontenstrukturen, Abwicklungsprozesse und potenzielle Erweiterungen der Payment-Plattform. Ziel war es, die Beteiligung nicht isoliert zu betrachten, sondern als Bestandteil einer breiteren FinTech- und Payment-Infrastrukturstrategie.

Verantwortung & Beitrag

Mein Schwerpunkt lag in der End-to-End-Steuerung des Projekts von der strategischen Bewertung bis zum notariellen Abschluss.

Dazu gehörten die Entwicklung und Aufbereitung der strategischen Entscheidungsgrundlage, die Koordination von Due Diligence, Strukturierung und wirtschaftlicher Bewertung sowie die Abstimmung mit Management, Investorenseite, Legal, Notariat und externen Fachstellen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Verhandlung und Strukturierung individueller vertraglicher Regelungen sowie in der operativen Vorbereitung der Einbindung in bestehende PSP- und Zahlungsstrukturen. Der Transaktionsprozess wurde bis zum notariellen Closing gesamthaft koordiniert und auf Basis umfassender Vertretungsvollmacht abgeschlossen.

Ergebnis & Wirkung

Das Projekt schuf die Grundlage für eine strategisch erweiterte Payment-Infrastruktur innerhalb der Gruppe.

Wesentliche Effekte waren die abgeschlossene strategische Beteiligung an einem regulierten europäischen Zahlungsinstitut, eine erweiterte operative Handlungsfähigkeit im Bereich Payment Infrastructure sowie eine reduzierte Abhängigkeit von einzelnen Banken und PSP-Strukturen.

Darüber hinaus entstand eine stärkere Verbindung von Corporate Finance, FinTech-Strategie und operativer Zahlungsabwicklung. Die Beteiligung verbesserte die Grundlage für zukünftige Payment-Produkte, Zahlungswege, Bankenanbindungen und die strategische Weiterentwicklung des bestehenden PSP-Setups im regulierten europäischen Umfeld.